Der Jahresschwerpunkt 2027 des MARK widmet sich dem Thema Vernetzung. Ausgangspunkt dafür war die grundlegende Frage, was das MARK eigentlich ausmacht. Schnell wurde deutlich, dass es im Kern um Kreativität, Austausch und Gemeinschaft geht – und damit um Vernetzung in ihren vielfältigen Formen.

Als Kultur- und Sozialverein steht das MARK seit jeher für das Zusammenbringen von Menschen. Vernetzung ist somit kein neues Konzept, sondern ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit, der sich durch alle Bereiche zieht. Gerade deshalb erscheint es wichtig, diesem Thema ein ganzes Jahr zu widmen und es bewusst sichtbar und erlebbar zu machen.

Ein wesentlicher Teil dieser Vernetzung zeigt sich bereits in unseren bestehenden Formaten. Die Community Kitchen, der Kleidertausch, die Bike Kitchen oder Vernissagen – um einige unserer Regular´s im Haus zu nennen – schaffen niederschwellige Begegnungsräume. Sie ermöglichen es Menschen unterschiedlicher Hintergründe, miteinander in Kontakt zu treten, sich auszutauschen und selbst kreativ aktiv zu werden. Besonders die Vernissagen bieten dabei eine Plattform, die sowohl aufstrebenden als auch etablierten Künstler*innen Raum gibt.

Darüber hinaus sollen auch spezifische Projekte von der Idee der Vernetzung leben. So etwa unser Gemeinschaftsgarten, der nicht nur als Ort des gemeinsamen Arbeitens, sondern auch als sozialer Treffpunkt fungiert. Aufbauend darauf ist ein Skulpturengarten geplant, in dessen Zentrum die Idee steht, Vernetzung nicht nur gedanklich, sondern auch räumlich und sinnlich erfahrbar zu machen. Die ausgestellten Arbeiten sollen Verbindungen sichtbar machen – etwa zwischen Individuum und Gemeinschaft oder Kunst und Natur. Ein besonderer Fokus liegt somit auf den künstlerischen Positionen, die Veränderung, Wachstum und gegenseitige Beeinflussung thematisieren. Damit der Garten zu einem lebendigen Geflecht aus künstlerischen Arbeiten, natürlichen Prozessen und sozialen Interaktionen wird, soll außerdem ein interaktives Element dafür sorgen, dass die Besucher*innen selbst Teil dieses Netzes werden.

Neben diesen bestehenden und geplanten Formaten möchten wir unser Netzwerk auch aktiv erweitern. Eine Kooperation mit dem Kollektiv Wurzeltrieb aus Berchtesgaden ist in Planung und soll sich mit Feminismus auseinandersetzen – ein Thema, das inhaltlich direkt an den Jahresschwerpunkt anknüpft, da es auf Austausch, Solidarität und dem Sichtbarmachen gemeinsamer gesellschaftlicher Strukturen basiert. Dabei entstehen Verbindungen zwischen unterschiedlichen Perspektiven und Lebensrealitäten, da individuelle Erfahrungen miteinander in Beziehung gesetzt und als Teil größerer Zusammenhänge verstanden werden. Zugleich schafft Vernetzung Räume für gemeinsames Handeln und trägt dazu bei, gesellschaftliche Prozesse aktiv mitzugestalten.

Darüber hinaus streben wir eine weitere Kooperation an, unter anderem mit dem Ziel gemeinsam an der „People to People“-Förderung teilzunehmen. Diese fördert gezielt grenzüberschreitende Begegnungsmaßnahmen zwischen Menschen aus der bayrisch-österreichischen Region und zielt darauf ab, Austausch, Kennenlernen und ein gemeinsames Arbeiten zu ermöglichen. Im Rahmen eines solchen Projekts könnten Veranstaltungen, Workshops oder künstlerische Beiträge mit Partnerorganisationen aus der Grenzregion realisiert werden, wodurch eine Vernetzung zwischen neuen Kontakten und Ideen stattfindet und das bestehende Netzwerk wächst.

Insgesamt versteht sich der Jahresschwerpunkt 2027 als Einladung, Vernetzung in all ihren Facetten zu erleben, mitzugestalten und weiterzudenken – als etwas, das das MARK nicht bloß beschreibt, sondern im Alltag aktiv lebt.